Hinsehen, wo andere wegsehen: Sozial-Dokumentationen bei RTL II

Neben vielen Unterhaltungsformaten, die RTL II im Programm hat, schlagen die beiden Dokumentationen „Hartz und herzlich“ und „Armes Deutschland – stempeln oder abrackern“ ernstere Töne an.

Doch kommt das auch beim Publikum an? Die Antwort ist einfach: Ja. Mit den beiden Formaten hat RTL II erfolgreiche  Programm-Marken etabliert, die vor allem bei den jungen Frauen mit durchschnittlich 13,4 % Marktanteil („Armes Deutschland“) und 9,9 % Marktanteil („Hartz und herzlich“) punkten. Bei den 14-49-Jährigen Zuschauern waren „Armes Deutschland“ (8,9 % Marktanteil) und „Hartz und herzlich“ (7,6% Marktanteil) ebenfalls konstant erfolgreich. *

Worum geht es?

Hartz und herzlich“ ist eine Dokumentation, die sich ernsthaft um ein authentisches Abbild der Realität in sozial schwachen Regionen bemüht. Es geht nicht darum, Menschen vorzuführen und Bilder zu zeigen, mit denen sich Vorurteile weiter zementieren lassen. Die mehrteiligen Dokumentationen rücken das Schicksal vieler Menschen in den Mittelpunkt und vermitteln ein authentisches Bild , von dem was es heißt in Armut zu leben.

Kamerateams verbringen im Schnitt vier Monate jeden Tag vor Ort und begleiten die Menschen dort in ihrem Alltag. Dazu gehören einige beklemmende Momente, aber auch viele Begegnungen voller Herz und Humor.

Hartz und Herzlich

Hartz und herzlich - Rückkehr in die Benz-Baracken

Bisher zeigte die aufwändige Sozial-Dokumentation die Lebensrealität verschiedener Menschen in der Eisenbahnsiedlung von Duisburg, in Bitterfeld-Wolfen oder in den Benz-Baracken in Mannheim.

Worum geht es?

Armes Deutschland“ hingegen stellt eine konkrete Frage: Lohnt sich Arbeit in Deutschland noch? Rund 3,7 Millionen Menschen in Deutschland sind armutsgefährdet – trotz Arbeit. Die Zahl der von Erwerbsarmut Betroffenen ist zwischen 2004 und 2014 um fast 10 % gestiegen, knapp 2,7 Millionen Kinder in Deutschland sind direkt von Armut bedroht.

Auf der Suche nach Antworten begleitet die RTL II-Dokumentation Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen – mit einer gewichtigen Gemeinsamkeit: Sie sind von Sozialleistungen abhängig oder stehen kurz davor.

Soll man sich täglich für einen Hungerlohn abrackern– dafür aber niemandem auf der Tasche liegen – oder Staatshilfe in Anspruch nehmen? „Armes Deutschland“ schaut genau hin, ohne dabei zu werten. Lohnt sich Arbeit? Jeder der gezeigten Menschen beantwortet diese Frage auf seine Weise.

*AGF i.Z.m. GfK, TV Scope, Mo 20-23 Uhr, Q1-Q3 2017

Armes Deutschland